Förderung der Kreislaufwirtschaft durch bewussten Beitrag der Verbraucher
Heute wird auf dem FIAR-Kongress 2024 - der jährlichen Konferenz für Unterhaltungselektronik - bekannt gegeben, dass der Branchenverband FIAR die Einführung eines sichtbaren Kreislaufwirtschaftsbeitrags fordert. Ziel des Kreislaufwirtschaftsbeitrags ist es, die Kreislaufwirtschaft zu fördern und negative Umweltauswirkungen zu minimieren. Ob braune Ware, weiße Ware, IKT-Geräte, Möbel oder Kleidung: Dieser Beitrag sollte auf alle relevanten Non-Food-Produkte erhoben werden, um das Schwungrad in Richtung Kreislaufwirtschaft in Gang zu halten. Der von den Verbrauchern zusätzlich zum Produktpreis gezahlte Beitrag sorgt auch dafür, dass die Verbraucher bei jedem Kauf ein Umweltbewusstsein entwickeln. Der Erlös fließt in einen Kreislaufwirtschaftsfonds, der Kreislaufinitiativen unterstützt. Für weitere Informationen: www.fiar.nl
Hauptfoto: Umweltbewusster Verbraucher auf der Straße mit altem Fernseher. Fotograf: Hilbert Krane
Kreislaufwirtschaft als Beitrag zu einem grundlegenden Wandel in der Nachhaltigkeitspolitik
Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft erweist sich in der Praxis als schwierig. Die Unternehmen führen zwar innovative Konzepte und Geschäftsmodelle ein, doch geraten diese oft schnell unter Druck. Derzeit ist es oft billiger, auf bestehende Technologien und neue Materialien zurückzugreifen.
Der FIAR-Vorsitzende Frank Rozenberg plädiert daher dafür, das Schwungrad der Kreislaufwirtschaft stärker anzukurbeln: "Wir als FIAR sehen, dass der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft nicht immer einfach ist. So sind beispielsweise Investitionen von (neuen) Unternehmen erforderlich, um innovative Konzepte in die Praxis umzusetzen. Es ist eine anfällige Phase, in der sich gute Konzepte leider nicht durchsetzen können. Ein aktuelles Beispiel sind kunststoffverarbeitete Produkte, die nicht mit "Neuware" konkurrieren können. Das ist eine Verschwendung der Anstrengungen, die wir alle unternehmen, um weggeworfene Produkte getrennt zu sammeln, weiter zu sortieren und wiederzuverwenden."
Aus diesem Grund befürwortet die FIAR die Einführung eines sichtbaren Kreislaufwirtschaftsbeitrags, der auf den Preis eines Produkts aufgeschlagen wird, um einen Kreislaufwirtschaftsfonds zu füllen. Frank Rozenberg sagt:"Durch die Zahlung eines kleinen Kreislaufwirtschaftsbeitrags wird den Verbrauchern bewusst, dass jeder Kauf mit Umweltauswirkungen verbunden ist, und wir regen eine Änderung des Verbraucherverhaltens an, bei dem Nachhaltigkeit immer wichtiger werden sollte."
Die FIAR glaubt fest an eine Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Einzelhandel, Regierung und Verbrauchern auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft. Ein Kreislaufwirtschaftsbeitrag von, sagen wir, 1 Euro auf die vielen Millionen von Non-Food-Produkten, die in unserem Land verkauft werden, wird die Schaffung eines Kreislaufwirtschaftsfonds ermöglichen. Ein Fonds, der von den Verbrauchern, der Regierung, den Herstellern und dem Einzelhandel gemeinsam verwaltet wird. Der Fonds soll dazu dienen, innovative nachhaltige Technologien zu testen und junge Unternehmen mit dem Ziel der Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Die Förderung von Wiederverwendung, Aufarbeitung, Kreislaufrohstoffen und neuen Geschäftsmodellen steht dabei im Mittelpunkt.
Auch für die Verbraucher
In einer Kreislaufwirtschaft werden Produkte länger genutzt, es wird mehr repariert als weggeworfen, und wir gehen sparsam mit Rohstoffen um, mit dem Ziel, bis 2050 keine neuen Rohstoffe mehr zu benötigen. Frank Rozenberg betont : "Es ist klar, dass auch die Verbraucher eine wichtige Rolle bei der Erreichung dieser Ziele spielen müssen. In der Elektronikbranche hatten wir früher die sichtbare Entsorgungsgebühr, die sehr positiv zur Sensibilisierung und Verhaltensänderung der Verbraucher beigetragen hat. Mit einem sichtbaren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft könnten wir gemeinsam einen großen Schritt in Richtung einer Kreislaufwirtschaft machen."
Über FIAR
Die Stiftung FIAR CE ist der Fachverband für Hersteller und Importeure von Audio, Imaging und TV. Dabei informiert die FIAR ihre Teilnehmer über aktuelle und relevante Entwicklungen im Bereich der Gesetzgebung und Vorschriften, Markttrends und Herstellerverantwortung. Die FIAR vertritt auch die Interessen der Hersteller und Importeure gegenüber Regierungen und anderen Stellen und bringt die Unternehmen zum Networking und Wissensaustausch zusammen. All dies dient der Unterstützung der Branche. Für weitere Informationen: www.fiar.nl.

