JOGG-Aufruf: weiterhin in eine angemessene Betreuung und Unterstützung für übergewichtige und fettleibige Kinder investieren
Jeder Euro, der in den Ansatz "Child to Healthier Weight" investiert wird, bringt eine soziale Rendite von 3,20 Euro. Dies geht aus der vom JOGG in Auftrag gegebenen Social Return On Investment (SROI)-Analyse hervor. Die größten Einsparungen gibt es bei der Jugendbetreuung und der Krankenversicherung. Außerdem können die Fachkräfte in der Pflege und Betreuung mit dem Ansatz effizienter arbeiten. " Aber viel wichtiger: Die SROI-Analyse zeigt, dass die betroffenen Kinder durch diesen Ansatz eine Verbesserung ihrer Lebensqualität erfahren und weniger Schulabsentismus haben", sagt Marjon Bachra, Geschäftsführerin von JOGG. Deshalb ruft JOGG, das für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich ist, alle Gemeinden und Gesundheitseinrichtungen in den Niederlanden auf, weiterhin in das Konzept und in eine gesündere Lebensumgebung zu investieren. Der Ansatz wird inzwischen in über 70 Gemeinden angewandt. Weitere Informationen finden Sie unter: https://jogg.nl/sroi-kind-naar-gezonder-gewicht
Hauptfoto: Investitionsansatz Child to Healthier Weight bringt dreifachen Ertrag © JOGG
Übergewichtige und adipöse Kinder profitieren vom Child to Healthier Weight-Ansatz
Die VitaValley Stiftung hat eine SROI-Analyse für den Child to Healthier Weight-Ansatz im Zeitraum September 2022 - April 2024 durchgeführt. Die SROI-Analyse zeigt, dass sich die Investition in diesen Ansatz lohnt: Jeder investierte Euro bringt 3,20 Euro an sozialem Gewinn. Marjon Bachra, JOGG-Direktor:"Die Ergebnisse der Analyse zeigen, wie leistungsfähig unsere Zusammenarbeit ist und wie wertvoll ein starkes lokales Netzwerk von Fachleuten rund um Kinder und Familien sein kann. Sie zeigen, dass übergewichtigen und fettleibigen Kindern auf positive und nachhaltige Weise geholfen werden kann. Wir hoffen, dass diese Ergebnisse mehr Gemeinden und andere Parteien wie Jugendgesundheitsdienste und GGDs, die noch nicht teilnehmen, ermutigen werden, mit dem Projekt zu beginnen. Mit einem breiten Netzwerk von Fachleuten können wir viel mehr Kindern helfen."
Der Netzwerkansatz Child to Healthier Weight
Der Ansatz "Child to Healthier Weight" wird im "Nationalen Modellkettenansatz für übergewichtige und adipöse Kinder" beschrieben (VU/Care for Obesity 2018). Dieses Modell basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen von acht Pilotgemeinden. Seit 2022 ist das JOGG für die Umsetzung des "Child to Healthier Weight"-Ansatzes zuständig und verantwortlich. Der Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsdienstleistern (Hausärzten, Ernährungsberatern und Physiotherapeuten) und Fachleuten aus dem sozialen Bereich (Jugend(gesundheits)betreuer und Sozialarbeiter).
"Es ist wichtig, dass ein übergewichtiges oder fettleibiges Kind angemessene Unterstützung und Betreuung erhält. Aber wenn ein Kind dann im Supermarkt an der Kasse mit Süßigkeiten gelockt wird oder nicht in einen Sportverein eintreten kann, ist es für diese Kinder schwierig, ihren Lebensstil nachhaltig zu ändern. Deshalb sollten wir uns auch darauf konzentrieren, das Lebensumfeld gesünder zu gestalten. Indem wir mit beidem arbeiten, sorgen wir für einen strukturellen Wandel", sagte Eline Verstappen, Projektleiterin von Child to Healthier Weight und JOGG-Direktorin in Roermond.

Immer mehr Kinder haben mit Fettleibigkeit zu kämpfen
Immer noch ist 1 von 8 Kindern im Alter zwischen 4 und 16 Jahren übergewichtig oder fettleibig. Zwischen 16 und 20 Jahren sind es sogar 1 von 5. Hinzu kommt, dass das einzelne Kind oft mehr Probleme hat als nur Übergewicht, etwa die familiäre Situation zu Hause oder Geldprobleme der Eltern. Dies macht Adipositas zu einem komplexen Problem, das nur in Zusammenarbeit mit Fachleuten des Gesundheitswesens, der Jugendgesundheitsfürsorge und den Krankenversicherungen angegangen werden kann.
Frühzeitiges Eingreifen hilft im Kampf gegen Fettleibigkeit
Die Forderung nach einer strukturellen und nachhaltigen Finanzierung des Ansatzes stimmt auch mit Prof. Dr. Erica van den Akker, Kinderärztin und Wissenschaftlerin am Centre Healthy Weight, Erasmus MC-Sophia Children's Hospital, überein: "In die Jugend zu investieren, zahlt sich dreifach aus. Die immensen Folgen der Fettleibigkeit für die öffentliche Gesundheit, das Gesundheitswesen und die Gesellschaft sind auf lange Sicht nicht tragbar. Wenn wir diesen Kreislauf durchbrechen wollen, müssen wir früher eingreifen. Und zwar nicht erst, wenn bereits Krankheiten bestehen. Je kürzer die Fettleibigkeit besteht, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie sich erholt.
Über JOGG, gesunde Jugend gesunde Zukunft
Seit 2010 setzt sich JOGG für eine gesunde Gesellschaft ein, in der es für jedes Kind möglich und einfach ist, ein gesundes Leben zu führen. Dabei konzentrieren sie sich speziell auf die Jugend, denn eine gesunde Zukunft beginnt mit einer gesunden Jugend. Mit einem fundierten ganzheitlichen Ansatz machen sie das Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen gesünder. JOGG setzt sich auch für eine angemessene Unterstützung und Betreuung von übergewichtigen und adipösen Kindern ein. Und weil eine gesunde Lebensweise in den Niederlanden nicht gleichmäßig verteilt ist, hilft JOGG gerade dort, wo ein gesundes Lebensumfeld nicht selbstverständlich (bezahlbar) ist. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, sozialen Organisationen, Unternehmen und allen Erwachsenen im Umfeld eines Kindes. Derzeit sind 221 der 342 Gemeinden in den Niederlanden JOGG-Gemeinden.

