Auf dem Weg zur PlanetProof-Woche spielerisch gestartet
Am vergangenen Wochenende blickten Reisende in Den Haag, Rotterdam und Utrecht überrascht auf, als sie auf den Bus warteten. In der Wartehalle sahen sie tatsächlich einen gedeckten Tisch mit nachhaltigeren Lebensmitteln. Es handelte sich um eine spielerische Aktion der Stichting Milieukeur (SMK) im Rahmen der heute beginnenden On the way to PlanetProof Week. Diese Woche lenkt die Aufmerksamkeit auf Lebensmittel mit dem unabhängigen Qualitätszeichen On the way to PlanetProof. Rund 70 % der gesamten niederländischen Anbaufläche für Gemüse und Kräuter sind inzwischen mit diesem Qualitätszeichen zertifiziert. Bei Obst liegt dieser Anteil bei etwa 50 %. Diese Produkte werden nachhaltiger produziert, mit besonderer Rücksicht auf Natur, Klima und Tiere. Die Woche macht die Verbraucher mit dem Gütesiegel bekannt und fordert sie auf, nicht länger zu warten und sich für Nachhaltigkeit zu entscheiden. Die "On the way to PlanetProof"-Woche läuft bis zum 18. Mai.
Hauptfoto: Reisende werden mit einem Tisch voller nachhaltigerer Lebensmittel in Utrecht überrascht © Sandra Uittenbogaart
Das Label Auf dem Weg zum PlanetProof findet sich unter anderem auf Eiern, Kartoffeln, Gemüse, Obst, Zierpflanzen, Milchprodukten und verarbeiteten Lebensmitteln. Es wurde von Milieu Centraal als eines der 12 Top-Lebensmittel-Labels anerkannt. Das bedeutet, dass das Label zuverlässig und transparent ist und gleichzeitig strenge Anforderungen stellt. Von der Wassernutzung über die Bodenqualität bis hin zum Tierschutz und der Artenvielfalt: Die Erzeuger müssen nachweislich in allen Bereichen bessere Leistungen erbringen als die gesetzliche Norm. Während der "On the way to PlanetProof"-Woche wird das Gütesiegel in den Supermärkten und, wie am vergangenen Wochenende, in Den Haag, Rotterdam und Utrecht besonders sichtbar sein.
Gijs Dröge, Direktor der Stichting Milieukeur, erklärt: "Wir verwandeln einen alltäglichen Ort wie eine Bushaltestelle in einen Tisch voller nachhaltigerer Produkte - eine überraschende und zugängliche Art, Reisende zum Nachdenken über ihre Lebensmittelauswahl anzuregen. Viele Menschen wollen nachhaltiger leben, wissen aber nicht immer, wie. Mit On the way to PlanetProof machen wir sichtbar und verständlich, dass man jeden Tag - auch "unterwegs" - Lebensmittel wählen kann, die mit besonderer Rücksicht auf Natur, Klima und Tiere hergestellt wurden. Das Angebot an Produkten mit unserem Label im Supermarkt wächst und unser Ziel ist es, dass der Tisch mit nachhaltigeren Lebensmitteln in den Haushalten der Menschen nur noch größer wird."

Reisende werden mit einem Tisch voller nachhaltigerer Lebensmittel in Buswartehallen in Den Haag (links) und Rotterdam (rechts) überrascht © Sandra Uittenbogaart
Großer Teil des niederländischen Anbaus zertifiziert
Hinter dem Gütesiegel stehen strenge Anforderungen, die in Zusammenarbeit mit Experten aus den Bereichen Natur, Tierschutz, Wissenschaft und Landwirtschaft erarbeitet wurden. Unabhängige Kontrollen sorgen dafür, dass nur Landwirte und Züchter, die alle Kriterien erfüllen, das Zertifikat erhalten. Dass sich das auszahlt, zeigen die Wachstumszahlen: Mittlerweile sind über 70 % der niederländischen Anbaufläche für Gemüse und Kräuter auf dem Weg zum PlanetProof-Zertifikat. Auch im Obstanbau ist ein Bestreben nach Nachhaltigkeit zu erkennen, etwa 50 % sind inzwischen zertifiziert. Diese Zahlen zeigen, dass das Label nicht nur auf dem Vormarsch ist, sondern auch, dass die gesetzten Zwischenziele für 2030 in Reichweite sind.
Worauf warten Sie noch?
Die 2030-Zwischenziele stehen im Einklang mit wichtigen internationalen Verpflichtungen, wie den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, der Farm-to-Fork-Strategie und dem Pariser Klimaabkommen. Die Gütesiegelträger unternehmen wichtige Schritte, um diese Ziele zu erreichen. Kürzlich hat die SMK die ersten Wirkungsberichte veröffentlicht, die Aufschluss darüber geben, wo On the way to PlanetProof heute steht und was nötig ist, um seine Ziele zu erreichen."Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Verbraucher nicht länger warten, um sich für eine nachhaltigere Lösung zu entscheiden. Daher dieser spielerische Aufruf, Auf dem Weg zum PlanetProof zu wählen. Damit wir uns gemeinsam auf den Weg zu einer Landwirtschaft machen, die im Gleichgewicht mit der Tragfähigkeit unseres Planeten steht", so Gijs Dröge von der SMK.

